PROGRAMM DER KONFERENZ

Freitag, 11.Dezember 20:00 – 22:00 h

Digitale Podiums Diskusion
Climate Justice & Feminism: One struggle, One fight!?

Mit: Hilda Flavia Nakabuye (Fridays For Future Uganda), Marinel Ubaldo (Youth Leaders Enviromental Action Federation), Isadora Cardoso (Gender CC), Lara Eckstein (Aktivistin für Klimagerechtigkeit), Stephanie Sebastiampillai (ActionGroup Healthy Climate)

Inhalt: Frauen* sind stärker von der Klimakrise betroffen als Männer, nicht weil sie „schwächer“ sind, sonders aufgrund ihrer Stellung in Gesellschaft sowie Familie. Am härtesten treffen die Auswirkungen Frauen* in ländlichen Regionen des globalen Südens sowie von indigenen Gemeinden. Das liegt auch daran, dass die Klimakrise tief verwurzelt ist in historisch miteinander verwobenen Unterdrückungssystemen: Patriarchat, Rassismus, Kapitalismus und Kolonialismus. Es sind die Machtstrukturen, die zur Ausbeutung der Körper von Frauen* und (un)bezahlter Care-Arbeit führen, zur Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen des globalen Südens und zur Diskriminierung nicht-weißer Menschen. Auf unserem Podium wollen wir vertiefen, warum und wie Frauen* stärker betroffen sind und warum wir die Klimakrise nur aufhalten können, wenn wir auch für die Gleichberechtigung aller Geschlechter sorgen – und unser Streit für Klimagerechtigkeit mit denen für eine antirassistische und solidarische Weltgemeinschaft verbinden.

Samstag, 12. Dezember

17 Uhr Feministisches Klimagespräch mit Lisa Göldner und Kathrin Henneberger  & Vorstellung der Workshops/ Ablauf des Tages

17:30 – 19 Uhr Workshop Phase 

Um den Zoom-Zugang zu den WS zu erhalten, bitte melde dich via Formular (auf der Startseite) an.

Work Shop 1 Direct action: Kkona Women Sustainable Agriculturalists and Environmental Group Uganda (English) With: Dorothy Nalubega (Chairperson Kkona Women Group)) The Group does organize projects that conserve the Environment and uplifts Women’s livelihoods. One example: Preparing briquettes with organic waste. Briquettes are a type of alternative energy for cooking and heating. Dorothy will tell us why this kind of direct action is needed and why the opinion and the knowledge of woman are so essential for solving the climate crisis.

Work Shop  2 Ecofeminism: Women of Latin America fighting for the Abya Yala! (English) Mit: Carolina Trichet Paredes (Physicist)

Work Shop 3 Stimmer ErhebenPraxis WS Öffentlichkeitsarbeit für Klimagerechtigkeit. (Deutsch)
Mit: Lisa Göldner (Kampaignerin für Klima und Energie Greenpeace) & Wiebke Witt (Kampaignerin Anti-Kohle (Europe beyond coal) Ihr wollt Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit beginnen oder eine Kampagne starten? In diesem WS werden euch die Grundlagen vermittelt und ihr könnt zwei Frauen Löcher in den Bauch Fragen, die seit mehreren Jahren auf internationaler sowie nationaler Eben für große NGOs und Bündnisse arbeiten und ihre erlernten Fähigkeiten mit euch teilen wollen.

20 bis 22 Uhr Podium 

Feminist Solution for Climate Justice

Mit: Tonny Nowshin (Wirtschaftswissenschaftlerin), Dorothy Nalubega (Aktivistin für Klimagerechtigkeit Uganda), Neth Daño (ETC Group), Helena Marschall (Fridays For Future Germany)

Inhalt: Vor fünf Jahren wurde das Klima-Übereinkomme von Paris (Paris Agreement) auf der UN-Klimakonferenz verabschiedet. Die Klimakrise aufgehalten haben wir seitdem aber noch nicht… da immer noch ein primär kleiner weißer, wohlhabender und männlicher Teil der Weltbevölkerung über Klimamaßnahmen bestimmt? Warum ist es wichtig Entscheidungsstrukturen zu demokratisieren, vielleicht sogar ganz neue zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Frauen* auf allen Ebenen gleichberechtigt repräsentiert sind? Wollen wir die Klimakrise aufhalten, brauchen wir das Wissen, die Perspektive und die Kompetenz von allen Menschen, besonders das von Frauen*. Gemeinsam wollen wir Diskutieren welche feministischen Lösungen es gibt, um die Klimakrise aufzuhalten und eine andere Welt aufzubauen – von lokalen Initiativen, der Klimagerechtigkeitsbewegung bis hin zu den UN-Klimakonferenzen.

Warum eine Konferenz über Klimagerechtigkeit & Feminismus?

An der vordersten Front im Kampf gegen die Klimakrise und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten sind besonders viele Frauen* zu finden. Ohne ihr Engagement gäbe es keine Bewegung für Klimagerechtigkeit – für ein gutes Leben für alle. Die zentralen Entscheidungen über Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen sowie über die ökologisch-soziale Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft, werden aber weiterhin von einem kleinen primär weißen, reichen und männlichen Teil der Weltbevölkerung getroffen

Während diese auch mehrheitlich zu den Verursachern der Klimakrise zählen, sind es Frauen* in den Ländern des globalen Südens, die als erstes und am stärksten von der Klimakrise betroffen sind: Aufgrund ihrer Stellung innerhalb von Gesellschaft und Familie, die einen geringeren Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Erwerbsarbeit bedeutet und ihnen den Großteil der Care-Arbeit aufbürdet. Gleichzeitig sind es diese Frauen*, die mit viel Stärke und Mut Veränderungen in ihren Gemeinden durchsetzen und international mit lauter Stimme für Klimagerechtigkeit streiten. Frauen* müssen gleichberechtigt in allen Entscheidungsstrukturen, von lokaler bis globaler Ebene beteiligt werden, nicht nur weil sie am stärksten Betroffen sind, sondern weil sie über Kompetenzen, Wissen und Erfahrungen verfügen, ohne die wir die Klimakrise nicht aufhalten werden können.